Fortbildungen

 

Stellten „Zukunft in Vielfalt“ vor (von links): Horst Huntemann, Ute Mescheder, Rainer Penning (Präsident Lions-Club Brake), Sabine Hempel (Präsidentin Lions-Club Brake – Mimi Leverkus) und Peter van Mark (Lions-Club Nordenham/Elsfleth).

Bild: Renke Hemken-Wulf
Lions-Quest

Kulturelle Vielfalt an Schulen fördern

Brake/Wesermarsch „Zukunft in Vielfalt“: So heißt das neue Fortbildungsangebot von Lions-Quest. Nach den Präventionsprogrammen „Erwachsen werden“ und „Erwachsen handeln“ geht es bei dem neuen Angebot um die altersübergreifende Förderung der interkulturellen Kompetenzen in Schulklassen. Ein Seminar hierzu findet am 15. und 16. März in den Berufsbildenden Schulen für den Landkreis Wesermarsch in Brake statt.

Infos Lions-Quest

Anmeldungen für das Seminar „Zukunft in Vielfalt“ in den Berufsbildenden Schulen Brake sind über den Niedersächsischen Bildungsserver (NIbis) in der Veranstaltungsdatenbank (VeDaB) unter der Veranstaltungsnummer KOL. 1711.007 möglich.

„Erwachsen werden“ richtet sich an zehn bis 14-jährige Schüler. Ziel ist unter anderem die Förderung von sozialen Kompetenzen, die Stärkung des Selbstvertrauens und der Aufbau eines eigenen Wertesystems.

„Erwachsen handeln“ folgt auf„Erwachsen werden“. Hierbei geht es um die Förderung von Lebenskompetenzen, um sich den komplexeren Herausforderungen des Lebens stellen zu können, etwa der Digitalisierung.

an wen Richtet es sich?

Das Seminar richtet sich in Form einer Multiplikatoren-Fortbildung schwerpunktmäßig an Lehrkräfte und Sozialarbeiter in Schulen, in denen junge Menschen mit Fluchterfahrung lernen. Dies beinhaltet sowohl Lehrkräfte in Sprachlernklassen als auch jene in kulturell heterogenen Regelklassen. Dabei spricht das Programm alle Schulformen altersübergreifend an.

Wer ist Organisator?

Organisiert wird das Seminar vom Bildungsnetzwerk Wesermarsch (BINE), Koordinationsbereich Prävention und Integration (Ute Mescheder) und dem Präventionsrat der Stadt Oldenburg (Melanie Blinzler). Die Lions-Clubs aus der Wesermarsch (Brake, Nordenham/Elsfleth sowie Mimi Leverkus und Emy Rogge) und Oldenburg finanzieren gemeinsam zu einem großen Teil das Qualifizierungsangebot.

So verbleibe nur ein kleiner Eigenanteil für die Lehrkräfte, die an dem Seminar teilnehmen, sagt Ute Mescheder. Für die Lions-Clubs sei es wichtig, Jugendliche mit den angebotenen Programmen zu unterstützen und mit dem neuen Angebot kulturelle Probleme, die in Klassen entstehen könnten, aufzugreifen, und zu lösen, erklärt Horst Huntemann, Lions-Quest-Beauftragter in Brake.

Was ist das Ziel?

Bei „Zukunft in Vielfalt“ sollen Gruppenprozesse angestoßen werden, damit Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu einem besseren Miteinander kommen, erklärt Ute Mescheder. Beispielsweise sollten Probleme aus den Herkunftsländern nicht in die Schulen übertragen werden und ein Demokratieverständnis gefördert werden. Ziel sei die Kompetenzerweiterung von kulturell heterogenen Gruppen.

So sollte eine früh einsetzende, positive und konstruktive Grundhaltung gegenüber kultureller Vielfalt entstehen. Ebenso Prozesse des gegenseitigen Kennenlernens, der gegenseitigen Vertrauensbildung und Wertschätzung besser und schneller gelingen, so dass das Klima in den Schulklassen, insbesondere mit Schülern mit Fluchterfahrung, verbessert werde.
Weitere Informationen gibt es unter   www.lions-quest.de 

Renke Hemken-Wulf
Volontär
NWZ-Redaktion
Tel: 0441 9988 2003

Quelle: Artikel NWZ vom 16.02.2017