Mediation

Mediation als Grundbaustein einer ursachenorientierten Prävention

Durch die Einführung der Mediation in allen Schulformen und in den Kindertagesstätten  streben wir eine Verankerung im System Schule/Kindertagesstätte an. Ziel ist die Implementierung einer konstruktiven Konfliktkultur in die Gewalt- und Suchtpräventionskonzepte, Lehr- und Förderpläne sowie Beratungskonzepte der Schulen und Jugendhilfeträger in der Wesermarsch.

Mediation ist nicht nur eine Methode, sondern impliziert auch eine bestimmte Haltung. Personen die Mediation anwenden orientieren ihr Denken neu. Sie bleiben nicht fixiert auf Vorurteile. Sie wagen es, in einen Dialog zu treten: Wie können wir es schaffen, miteinander etwas kreativ zu gestalten, statt uns im Gegeneinander ständig zu verletzen oder uns zu vernichten? Mediation beginnt bei jedem von uns selbst.

Maßnahmen einer ursachenorientierten Prävention sind eingebettet in pädagogische Handlungsfelder, gehen auf die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Zielgruppe ein und bieten in allen Altersstufen Umsetzungsmöglichkeiten für die Mediation.
Sie eignen sich zur Vorbeugung von Gewalt und Sucht und bieten Handlungsstrategien bei der Lösung von vorhandenen Konflikten.

Das geschieht durch

  • intensive Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erziehern in Mediation (Konfliktvermittlung im Elementarbereich; Schulmediation) und sozialpädagogischen Methoden (u.a. Einführungsseminare in Konzepte wie Lions-Quest ; Prävention als Chance, theater- und erlebnispädagogische Methoden)
  • Prozessbegleitung bei der Implementierung einer konstruktiven Konfliktkultur
  • Durchführung von Trainingsprogrammen zur Konfliktlösekompetenz (Klassenprogramme,Kompetenztrainings
  • Ausbildung von SchülerInnen in der Sekundarstufe zu SchülermediatorInnen
  • Peerschulungen im Sucht- und Gesundheitsbereich
  • Von den Kindertagesstätten bis zu den Schulen der Sekundarstufen sowie den Berufsbildenden Schulen gibt es dabei horizontale Verbindungen, d.h. gleiche Elemente im Training und im Konfliktgespräch.

Das Integrative Konzept des Bereiches Prävention und Intervention ordnet sich in den Ansatz der Life-Skills-Erziehung („Lebenskompetenz-Erziehung“) ein, dem von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten bei der Prävention (selbst-) zerstörerischer Verhaltensweisen zugesprochen werden.

Präventionskonzept-BiNe (pdf)